"Auch in Pandemiezeiten ist der Fortbildungsbedarf enorm"

Der erste coronabedingte Lockdown im Frühjahr ist auch an der Haranni Academie in Herne nicht spurlos vorübergegangen. Dank effizienter Organisation und perfekter Einhaltung sämtlicher Hygienemaßnahmen ist die Akademie aber wieder voll in Aktion. Die dzw sprach mit Christiane Fork, Leiterin der Haranni Academie, über das neue Kursprogramm 2021 und worauf sich die Teilnehmer im kommenden Jahr freuen dürfen.

Das neue Programmheft für die Haranni Academie ist erschienen. Sind Sie im geplanten Zeitrahmen oder hat sich coronabedingt etwas verschoben?

Christiane Fork: Wir sind tatsächlich komplett im Zeitrahmen geblieben. Nachdem uns der Lockdown im März im vollen Lauf erwischt hat, hatte ich zunächst Sorge, alle Termine und Themen rechtzeitig klären zu können. Das hat sich aber zum Glück als unbegründet erwiesen. Unsere Referenten haben alles sehr diszipliniert bearbeitet. Wir waren auch während der kursfreien Zeit in ständigem Austausch, sodass wir an unserem ursprünglichen Plan festhalten konnten.

Welche Schwerpunkte gibt es für die einzelnen Zielgruppen?

Fork: Für die Zahnärztinnen und Zahnärzte stehen eindeutig die Curricula im Fokus. Wie bieten nach wie vor ein breites Spektrum an, bei dem von der Kieferorthopädie, über die Implantologie, Parodontologie, Endodontologie und Kinderzahnmedizin alles dabei ist. Traditionell hat die Kieferorthopädie einen sehr hohen Stellenwert bei uns im Haus und wird auch immer sehr gut gebucht. Damit unsere Teilnehmer noch zielgerichteter ihre Fortbildungen, aber auch die Implementierung von zusätzlichen erlernten Skills in ihren Praxen planen können, haben wir eine etwas andere Themeneinteilung vorgenommen und zusätzliche Themen als Expertenmodule ergänzt. Bei den Fachassistenzen sind es ebenfalls die Reihenfortbildungen, die wir schwerpunktmäßig im Themenportfolio haben. Da sind insbesondere unsere beiden Aufstiegsfortbildungen zu nennen, nämlich die zur Zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin (ZMP) und zur Kieferorthopädischen Fachassistentin, die wir 2021 mit einem weiteren Baustein anbieten werden. Hinzu kommt unsere OPTI-Praxismanagerin, die wir weiterhin in Kooperation mit der IHK Mittleres Ruhrgebiet anbieten. Selbstverständlich haben wir auch Tages- und Zweitagesfortbildungen im Programm. Das gibt und die Möglichkeit, einzelne Themen granulierter anzubieten und in der Tiefe zu berarbeiten. 

Sind alle Kurse für 2021 im neuen Programmheft vertreten?

Fork: Wir haben einige Themen, die wir 2021 neu auflegen wollen, noch nicht alle teminlich festgezurrt. Ich bin zum Bespiel in Gesprächen für ein Curriculum Alterszahnheilkunde, wozu es eine große Nachfrage gibt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir damit auch schon im nächsten Jahr einen Aufschlag hinbekommen. Hinzu kommen unsere Auswärtskurse, die wir bei unserem Partner Multident und Voco in Oldenburg, Berlin und Cuxhaven veranstalten werden. Flankierend zu unseren Programmheften informieren wir unsere Teilnehmer und Interessenten mit zusätzlichen Flyern und Terminankündigungen auf allen Kanälen. Trotz aller Terminabsprachen, die lange im Voraus laufen müssen, und unserer Raumplanung, haben wir immer zwischendurch die Möglichkeit, kurzfristig Einzelveranstaltungen mit ins Programm zu nehmen.

Wie kommen Interessenten an Ihr Programm?

Fork: Unser komplettes Programm fur 2021 ist selbstverständlich auf unserer Website www.haranni-academie.de zu finden. Zudem machen wir in den relevanten Social-Media-Kanälen darauf aufmerksam. Wir haben beide Programmhefte - das zahnärztliche Programm wie das für die Fachassistenz - bereits der dzw beigelegt und unseren Academie-Verteiler ebenso bedient. Alle Teilnehmer bekommen bei ihren Fortbildungen bei uns in der Academie Taschen mit allen Kursunterlagen und selbstverständlich auch unserem Programm für 2021. Ebenso verhält es sich bei unseren Auswärtskursen, die wir bei unseren Kooperationspartnern veranstalten. Auch dort ist unser neues Programm immer ganz präsent. Last but no least schicken wir die Programmhefte auch gerne auf Anfrage zu.

Ihre Prognose für 2021: Wird die Fortbildungslust zu Pandemie-Zeiten anhalten? Wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen?

Fork: Ich sehe dafür reichlich Chancen, denn aus der Erfahrung der vergangenen Monate weiß ich: Auch zu Pamdemiezeiten ist der Fortbildungsbedarf enorm. Nach Monaten der virtuellen Veranstaltungen wollen unsere Teilnehmer wieder gemeinsam erlebare Fortbildungen im realen Zusammensein. Sie wollen fachlich vorankommen, aber sich daüber hinaus auch kollegial austauschen. Das alles wollen und können wir ermöglichen. Dass dabei die Gesundheit uns das Wohlergehen unserer Teilnehmer an erster Stelle stehen, kann ich nur versichern. Auch wenn wir nach wie vor Abstand halten müssen, können wir wie gewohnt Fortbildungen auf höchstem Niveau anbieten und weiterhing eng an der Seite unserer Teilnehmer sein.